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Besuch der Stollenanlage „Bergkristall“ in St. Georgen an der Gusen

28. Mai 2015

Besuch der Stollenanlage „Bergkristall“ in St. Georgen an der Gusen

Anläßlich der 70. Befreiungsfeiern in der KZ Gedenkstätte Mauthausen bestand heuer an insgesamt 4 Tagen die Möglichkeit einen Teil der NS-Stollenanlage St. Georgen an der Gusen zu besichtigen. Die SP Ortsorganisation Arbing nahm am 9. Mai 2015 im Rahmen der Befreiungsfeiern an einer Führung teil. 35 Teilnehmer zeigten sich über das Ausmaß der Stollenanlage sehr beeindruckt. Verwundert zeigte man sich, dass über ein derartiges großes „Bauwerk“ in unserem Bezirk so wenig Wissen in der Bevölkerung vorhanden ist. Im Anschluss an die Führung stand der Besuch des Heimathauses in St. Georgen mit einer Sonderaustellung über geheim erstellte Zeichnungen vom Lagerleben in Gusen und der Flugzeugproduktion der Messerschmittwerke in der Stollenanlage „Bergkristall“ auf dem Programm.

 

Hintergrund:

70 Jahre sind seit Kriegsende vergangen. Zahlreiche Mahnmale zeugen von der Schreckensherrschaft der Nazidiktatur. Voran steht dabei in unserer Gegend das Konzentrationslager Mauthausen. Das KZ Mauthausen verfügte über zahlreiche Nebenlager in Österreich. Dazu gehörten u. a. im Bezirk Perg die Lager Gusen 1, Gusen 2, Gusen 3 in Lungitz. Die Stollenanlage B8 „Bergkristall“ in St. Georgen, von den Häftlingen aus den Gusener Lager errichtet, zählte zu den größten unterirdischen Nazibauten der Kriegsindustrie. 1944 begannen Häftlinge mit dem Bau der 50.000m² großen und 8 km langen Stollenanlage, die über einen eigenen Gleisanschluss verfügte. Bis zum Kriegsende verließen 987 Flugzeugrümpfe diese Produktionsstätte. In den Nebenlagern Gusen 1+2 kamen während der Kriegszeit 37000 Menschen zu Tode, mehr als im Hauptlager Mauthausen.

Im Besonderen ist es Martha Gammer und Rudolf Haunschmied vom Gusen Komitee zu verdanken, dass mehr Licht in dieses dunkle Kapitel rund um die Stollenanlage in St. Georgen gekommen ist. Teile der Stollenanlage wurden aus Sicherheitsgründen mit Beton befüllt. Zahlreiche Publikationen und Zeitzeugenberichte geben zu diesem Thema viel Information.

http://de.wikipedia.org/wiki/B8_Bergkristall

http://www.geheimprojekte.at/t_berg.html

Bergkristall_2

 

 

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